Stadtentwässerung Göppingen

Die Stadtentwässerung Göppingen über ihre Erfahrung mit der GIS-Software Kominfo®

Die Stadtentwässerung Göppingen SEG hat zur Beratung und Unterstützung bei der Einführung der neuen Gebühr die Firma Bit Consult GmbH in Stuttgart beauftragt. Die Beratungsleistungen umfassten u. a. die erforderliche Flächenermittlung, die Durchführung des Selbstauskunftsverfahrens, die Kostenträgerrechnung und die Gebührenkalkulation sowie die begleitende Öffentlichkeitsarbeit.

Projektstart für die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr war im September 2010. Für die Ermittlung der versiegelten und an die Kanalisation angeschlossenen Flächen wurde das Luftbild-Verfahren inklusive Selbstauskunftsverfahren gewählt. Es wurden ca. 14.400 Flächenerfassungsbögen an die Grundstückseigentümer versendet. Die Rücklaufquote der Flächenerfassungsbögen betrug 92 % und liegt damit auf einem sehr hohen Niveau. Der Großteil der Bevölkerung konnte somit erreicht werden.

Zum 01.01.2012 wurde die gesplittete Abwassergebühr in Göppingen eingeführt.

Somit waren die versiegelten und an die Kanalisation angeschlossenen Flächen für alle Flurstücke im Einzugsgebiet von der Stadt Göppingen in einem geographischen System erfasst. Nun stellte sich die Frage auf welche Art und Weise der Datenbestand aktuell gehalten werden kann.

Die SEG stellte ein umfassendes Anforderungsprofil zur Fortführung der Daten zusammen:

  • Einfache Pflege der Daten in einem System (Datenbank und grafische Darstellung).
  • Einfache Bedienung des Programms.
  • Flächendaten müssen zur Gebührenbescheiderstellung an Dienstleister exportiert werden können.
  • Gebührenbescheide müssen aus dem Programm / Datenbank selbst erstellt werden können.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten sollte das Programm ermöglichen:

  • Flurstücksbezogenes Dokumentenmanagement
  • Nutzung durch Kanalabteilung für Kanalplanauskünfte
  • Portable Nutzung zur Protokollierung von Kanalreinigungen
  • Abrechnung von Abwasserbeiträgen
  • Graphische Führung des Indirekteinleiterkatasters

Erwerb der GIS Software Kominfo®

Die SEG entschied sich nach Überprüfung mehrerer Möglichkeiten für die GIS-Software von geoinform. Nach dem Erwerb der GIS-Software Kominfo® konnten die von der BIT Consult erstellten grafischen Daten und die dazugehörigen Sachdaten problemlos übernommen werden.

Fortführung der Daten mit Kominfo®

Um die Erhaltung der Aktualität der erhobenen Daten bestmöglich zu gewährleisten, hat die SEG einen Workflow erarbeitet, der die verschiedenen einflussnehmenden Komponenten beachtet. Hierfür wurde berücksichtigt, dass einerseits Änderungsanzeigen durch die Grundstückseigentümer erfolgen und andererseits die Stadt Göppingen bei Bauvorhaben der Bürger den geänderte Versiegelungsgrad und die Kanalnutzung abfragt.

Die GIS-Funktionalitäten können dafür bestens genutzt werden, in dem beispielsweise zur Prüfung ob Änderungsmitteilungen eingegangen sind, eine Wiedervorlage des Vorgangs im GIS hinterlegt wird. Falls kein Eingang verzeichnet ist, werden die Eigentümer an Ihre Mitwirkungspflicht erinnert.

Erfolgt eine Flächenänderung werden nur die Sachdaten in der Datenbank abgeändert, eine grafische Weiterführung im GIS ist technisch machbar aber zu aufwändig und nicht zwingend notwendig.

Änderungen, die durch die Bürger nicht angezeigt werden und keine Baugenehmigung erfordern, können nur zufällig bei den laufenden vor Ort Begehungen erkannt werden, das bedeutet, dass ggf. in einigen Jahren wieder eine Befliegung stattfinden wird.

Das Interview können Sie auch als PDF downloaden:

2012-12-18_Fortfuehrung_GAG_GP.pdf

Firma Bit Consult GmbH in Stuttgart

GIS NUTZUNG KONKRET:

  • Fortführung der gesplitteten Abwassergebühr mit der GIS-Software Kominfo 
  • Einführung der gesplitteten Abwassergebühr in der Stadt Göppingen